„Was kostet das bei dir?“ ist meistens die zweite Frage, die mir gestellt wird. Die erste ist, ob ich mit dem Problem überhaupt helfen kann. Beides sind gute Fragen, und ich beantworte sie gern ohne Umschweife: meine Preise stehen offen auf der Website. Was dort nicht steht, ist die Einordnung – und genau die ist der Grund, warum viele Menschen nach dem dritten Angebot nicht schlauer sind als vorher.
Warum Preise so weit auseinandergehen
Hundetrainerin ist in Österreich keine geschützte Berufsbezeichnung im engeren Sinn. Hinter dem gleichen Wort können eine mehrjährige Ausbildung mit Prüfung oder ein Wochenendkurs stecken. Beide dürfen dasselbe auf ihre Website schreiben. Das erklärt den größten Teil der Preisspanne, die dir bei der Suche begegnet.
Der zweite Faktor ist die Trainingsform. Eine Gruppenstunde teilt die Zeit der Trainerin auf sechs bis zehn Teams auf – entsprechend günstiger ist der Platz. Im Einzeltraining gehört dir die gesamte Stunde, samt Vorbereitung, Wegzeit und der Nacharbeit danach. Das ist kein Aufschlag für Exklusivität, sondern schlicht eine andere Rechnung.
Was eine Stunde bei mir kostet
Ich arbeite ausschließlich im Einzeltraining, an wechselnden Orten in Wien. Das Erstgespräch dauert 90 Minuten und kostet 90 Euro. Darin steckt die ausführliche Anamnese, das Beobachten von euch beiden in einer echten Situation, die ersten praktischen Übungsschritte und ein Trainingsplan, den du danach in der Hand hast.
Jede weitere Einzelstunde dauert 60 Minuten und kostet 60 Euro. Wer von vornherein weiß, dass es mehr als eine Handvoll Termine wird, nimmt den 5er-Block für 250 Euro – das sind fünf Einheiten und 50 Euro weniger als einzeln gebucht.
„Der Preis pro Stunde sagt wenig. Interessant ist, wie viele Stunden du am Ende gebraucht hast – und ob das Thema dann wirklich weg ist.“
Wie viele Stunden braucht ihr wirklich?
Das ist die Frage, die über die tatsächlichen Kosten entscheidet, und ich kann sie vor dem Erstgespräch nicht seriös beantworten. Was ich sagen kann, ist die grobe Richtung, in die es meistens geht.
- Ein klar umrissenes Alltagsthema – Leinenführigkeit, ein wackeliger Rückruf, Anspringen bei der Begrüßung – ist oft nach dem Erstgespräch und zwei bis vier Einheiten in trockenen Tüchern. Vorausgesetzt, zwischen den Terminen wird geübt.
- Welpen und Junghunde begleite ich meistens über einen längeren Zeitraum mit größeren Abständen, weil sich die Themen mit dem Alter verändern.
- Angst, Unsicherheit oder Leinenaggression brauchen Zeit. Hier geht es nicht darum, ein Signal beizubringen, sondern darum, eine Gefühlslage zu verändern. Das lässt sich nicht beschleunigen, und jede Trainerin, die dir bei solchen Themen eine Zahl garantiert, verspricht zu viel.
Der wichtigste Kostenfaktor bist dabei du. Zehn Minuten konzentriertes Üben an fünf Tagen bringen mehr als eine Stunde am Sonntag – und sparen dir am Ende bare Termine.
Woran du ein unseriöses Angebot erkennst
Ein paar Dinge machen mich hellhörig, und ich finde, du solltest sie auch kennen:
- Erfolgsgarantien. Niemand kann dir garantieren, dass dein Hund in vier Wochen nicht mehr an der Leine pöbelt. Wer es trotzdem tut, verkauft Hoffnung.
- Große Pakete vor dem ersten Kennenlernen. Zehn Stunden im Voraus zu zahlen, bevor jemand deinen Hund gesehen hat, ist für dich das ganze Risiko und für die Trainerin keines.
- Hilfsmittel, die über Schmerz oder Schreck wirken. Stachelhalsband, Würger, Sprühhalsband, Rütteldose. Es geht ohne, und es geht besser ohne.
- Keine Preise auf der Website. Wenn du erst anrufen musst, um zu erfahren, was eine Stunde kostet, gibt es dafür selten einen guten Grund.
Was im Preis mit drinsteckt
Die Stunde ist das, was du siehst. Dazu kommt die Anfahrt zum jeweiligen Trainingsort in Wien, die Vorbereitung auf euer Thema und die Zeit danach, in der ich mir notiere, was wir als Nächstes angehen. Zwischen den Terminen darfst du mir schreiben, wenn etwas unklar ist – dafür stelle ich nichts extra in Rechnung.
Eine Ausnahme gibt es beim Preis: Zieht ein Hund aus dem Tierschutz bei dir ein, sind die ersten zwei Trainingsstunden kostenlos. Diese Hunde starten oft mit einem Rucksack, für den sie nichts können, und ich möchte, dass die Entscheidung für so einen Hund nicht am Trainingsbudget scheitert.
Was du davon hast, bevor du buchst
Schreib mir einfach, worum es geht – Alter, Herkunft, was bisher versucht wurde und in welcher Situation es hakt. Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden und sage dir ehrlich, ob und wie ich helfen kann. Wenn dein Thema besser bei einer Tierärztin oder einer Kollegin mit anderem Schwerpunkt aufgehoben ist, sage ich das auch.
Mehr zu den einzelnen Trainingsbereichen findest du bei den Angeboten, und wenn du wissen möchtest, wer da eigentlich mit deinem Hund arbeitet, steht das über mich.